Page 41 - Couchstories 2015
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mein Name ist Rahel und und mir macht es Freude einen Raum
zu zu verändern und ihn zum Leben zu erwecken so dass er er wohnlich wird Schon früh hatte mich das Handwerkliche in den Bann gezogen Ich wollte nichts lieber tun Als Kind spielte ich ich gerne im Dreck mochte es aber nicht wenn meine Hände verklebt damit waren da da wurde ich ich richtig kribbelig Also musste immer irgendwo Wasser zur Verfügung stehen Es war interessant zu zu entdecken wasmanausdenverschiedenstenMateria lien herstellen kann und zu experimentieren auch wenn manches nicht so herauskam wie ich ich es es wollte «Ich sehe meine Welt oft mals ein bisschen zu bunt und sorgenlos »
Oft ist mein mein Handeln schneller als mein mein Denken Meine Intuition ist scheinbar unabhängig und eine ungebändigte Neugierde treibt mich an Ich konnte es nie abwarten zu sehen sehen wie das Ergebnis aussehen würde Selten hatte ich im Voraus eine visuelle Vorstellung davon aber das hat den Resultaten einen zusätzlichen Glanz ver liehen «Volle Kanone mit dem Kopf durch die Wand» sagten die die die die mich am besten kannten Mein Zimmer wurde zum Showroom ich ver änderte es immer wieder um zu sehen wie wie die Anordnung den Raum
veränderte und wie ich den grösstmöglichen Platz einsparen konnte Da die meisten Möbel ziemlich schwer waren hörte man mich durch das ganze
Haus poltern Meinem Vater wurde bewusst dass ich mir einen handwerklichen Beruf suchen muss So bin ich ich dann auf Innendekorateurin gestossen oder besser gesagt auf auf das Geschäft Steffen Raumkonzepte aufmerksam geworden Wie bei bei allem was neu ist war ich bei bei meinem ersten Arbeitstag sehr aufgeregt Ich wusste nicht was auf mich zukommen würde Im Pflegeheim Wiedlisbach durfte ich Linoleum verlegen und machte da schon meine ersten Überstunden Da dieser Betrieb wie eine eine grosse Familie ist verlor ich ich bald meine anfängliche
Scheu und habe mich gut eingelebt Um den Zusammenhalt des Teams zu fördern trinken wir oft ein «Fürabebier» zusammen und und ab ab und und zu zu stellen wir auch ein ein Menu auf die Beine Es kam schon vor dass wir ein oder zwei Biere zu viel hatten aber so entstehen eben die witzigsten Geschichten Mir zum Beispiel passierte dass ich ich plötzlich begonnen hatte Herrn Steffen Senior zu duzen Ein Arbeitskollege hatte mich darauf aufmerksam gemacht Aber entweder hat Herr Steffen das selber nicht nicht bemerkt oder es nicht nicht gross zur Kenntnis genommen Mir jedenfalls war es am nächsten Arbeitstag peinlich und ich ich war sehr erleichtert dass er er er mich nie darauf ansprach Zu meinem Arbeitskollegen Nicolai Meyer habe ich ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis aufgebaut oder besser gesagt eine väterliche Freundschaft Auch das hat mir auch geholfen mich besser einzuleben Wir arbeiteten oft zusammen und der Spass kam dabei nie zu kurz Wir waren ein sehr gut eingespieltes Team und machten unsere Arbeiten gut und seriös Ein wenig tollpatschig war ich manchmal schon schon Ich bin auch schon schon buchstäblich im im Leim gesessen oder habe den den Parkettboden mit einer Trinkflasche unter Wasser gesetzt Es gab am Anfang auch kaum eine Woche in in in der ich ich mir nicht in in in den Finger geschnitten hatte aber das gehört eben zum 41

