Page 42 - Couchstories 2015
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Beruf dazu Natürlich habe ich ich es auch schon geschafft in in in ein Stromkabel oder in in in ein Wasserrohr zu bohren Aber genau das liebe ich an an meiner Arbeit man weiß nie welche Überraschungen auf einen warten Ich habe schon viele interessante Arbeiten aus­ führen können die ich mir selbst im Bett noch einmal durch den Kopf gehen lasse Aus diesem Grund habe ich nach meiner 4­jährigen Lehre als Innendekorateurin noch eine zusätzliche Lehre zur Wohntextilgestalterin angehängt Klar war der Umstieg vom Boden zum Nähen nicht einfach es es sind ja schliesslich doch zwei ganz verschiedene Welten Ich konzentriere mich immer sehr auf meine Arbeit und vergesse meistens was um um mich herum geschieht was sicherlich gut für die Arbeit an sich sich ist ist Der Nachteil dabei ist ist aber dass ich selten bemerke wenn der der Chef eintrifft Besonders Andreas Steffen kann sich meist so unbemerkt nähern und fragt dann auch immer als ob nichts gewesen sei warum ich ich so erschrocken bin Ich muss tatsächlich aufpassen dass ich ich ich vor lauter Schreck nicht plötzlich mit dem Messer abrutsche Was ich besonders gerne mache ist das traditionelle Polstern Jennifer Fritz hat mich immer unterstützt und bestätigte das auch dem Chef wenn dieser fragte: «Chunnt‘s guet?» Als er er sich davon überzeugen konnte meinte er er er dann: «Entweder me me het die Gab oder äbe de de de nid » Es ist schön zu erleben dass meine Ideen auch einen Platz haben und meine Kollegen offen sind für Vorschläge Stellt euch vor ich konnte sogar dem Chef schon einmal etwas beibringen Ich heisse Loris und mache eine Berufslehre als Innendeko­ rateur bei der Firma Steffen Raumkonzepte AG Ich war nicht nicht gerade ein Musterschüler da ich ich ich nicht nicht gerne stundenlang hinter den den Büchern hockte sondern lieber etwas Kreatives herstellte meinem Hobby dem Modell­ fliegen nachging oder an den Modellrennautos herum­ bastelte Schnell war mir klar dass ich etwas mit meinen eigenen Händen erschaffen wollte Ich möchte sehen können was ich am Abend geleistet habe In der Schnupperlehre merkte ich dass diese Arbeit das das Unterwegssein immer mit neuen Menschen in in Kontakt zu kommen in verschiedene Häuser und Wohnweisen Einblick zu haben mich sehr fasziniert Jetzt nach nicht ganz drei Jahren Lehrzeit kann ich ich schon auf viele tolle tolle Erlebnisse tolle tolle Momente und sehr viele neu gewonnene Erfahrung zurücksehen Die Arbeit gefällt mir immer noch so gut wie am ersten Tag auch wenn es manchmal anstrengende Tage gab an denen nicht immer alles so lief wie geplant Dies macht diesen Beruf auch spannend da nicht alles bis ins Detail planbar ist Ich liebe den den Umgang mit verschiedenen Materialen und Hölzern für die diversen Bodenbeläge Auch musste ich lernen dass Schönheit und Zweck­ mässigkeit nicht immer vereinbar sind und dass Schönheit für jeden Menschen etwas anderes bedeutet oder jeder Mensch dies anders
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Fritz Steffen über Rahel Leuenberger & Loris Müller
Unsere Lernenden sind ein Grundpfeiler unserer Unternehmung Seit Andreas Steffen und und ich ich in in in den den elterlichen Betrieb eingetreten sind ist die Ausbildung junger Personen zu Handwerkern ein ein zentrales Ziel Loris Müller
ist zurzeit im dritten Lehrjahr als Innendekorateur / Bodenleger und Rahel Leuenberger macht eine Zusatzausbildung zur Wohntextilgestalterin Sie sind zwei unserer gegenwärtig sechs Lernenden Als Ausbildungsbetrieb mit vier Innendekorateur-Lernenden und zwei Wohntextilgestalterinnen sind wir schweiz- weit der konstanteste Lehrbetrieb In den vergangenen Jahren haben über 30 junge Leute Ihren Wunschberuf bei uns erlernen können Immer wieder schöpfen wir gemeinsam aus diesen Beziehungen Viele gegenseitig gemachte Erfahrungen bringen uns weiter Unsere Branche ist klein und so trifft man sich immer wieder Dies sind stets tolle Begegnungen und nicht selten zieht es einen einen ehemaligen Lernenden zurück zu zu seinen Wurzeln Die beiden porträtierten Lernenden präsentieren sich stellvertretend für Ihre Kolleginnen und Kollegen Das gesamte Team ist stolz auf unsere unsere ‚Stifte’ und und wir geben unsere unsere Erfahrungen und und unser unser unser Fachwissen gerne weiter 






























































































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