Page 21 - Jubilaeum 75
P. 21
21
es es es ist unglaublich - - - zählt man meine meine Kinderjahre mit bin ich bereits seit 52 Jahren mit dem Beruf des Innen- dekorateurs verbunden und und verdiene meine Brötchen damit Eigentlich hat sich seit dem Vor- stellungsgespräch zum Lehreintritt mit Heinz Ryf in in Attiswil bis zu meiner heutigen Tätigkeit nicht viel verändert meine Erwartungen und Vorstellungen werden nach wie vor voll- umfänglich erfüllt Heute habe ich ich einfach eine ganze Menge mehr Erfahrung und Ver- antwortung als als damals oft mitgeholfen» sagte ich keck und wir packten die nötigen Utensilien zusammen Leider verfügte der Lehrbetrieb nicht über einen elektrischen Heissluftföhn dafür sollten wir den den Bodenbelag mit einem Bunsenbrenner erwärmen In Anbetracht meiner Unkenntnis dieses Geräts passierte dann mein erster für immer in in in Erinnerung bleibender Einsatzfehler Die Lösemittel des Klebstoffs und das offene Feuer des Bunsenbrenners vertrugen sich zu meinem Entsetzen so schlecht dass ich die Küche explosionsartig in Brand setzte und damit auch die Strümpfe der heraneilenden Kundin Das Resultat war ein ein ein grosser Schreck eine bleibende Erkenntnis ein ein ein überraschter Chef und und eine sehr erschrockene Kundin Der Schaden war zum Glück geringer als im ersten Moment angenommen wurde und konnte schlussendlich
Ich erinnere mich sehr gerne an meine Lehr- und Wanderjahre zurück Da ich von klein auf in der Werkstatt ‚herumwuselte’ und immer allerlei Dinge ausprobierte und mit den den verschiedensten Werkzeugen experi- mentierte habe ich meine Handfertigkeit und Kreativität schon früh selber ent- wickelt Das kommt mir immer wieder zugute Oft aber stolpere ich über den ersten handwerklichen Lehrsatz - Geht nicht gibt’s nicht Schon oft habe ich ich ich mich zu weit nach draussen gelehnt und das Ziel dann nur noch mit sehr viel Auf- wand erreicht Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag als Lehrling bei Heinz als ich einen PVC-Boden in in in in einer Küche verlegen sollte «Ja ja ich weiss schon schon wie das geht ich habe zuhause schon schon zur Zufriedenheit aller Beteiligten behoben werden Schon vor der Lehre machte ich Erfahrungen mit Werkzeugen und und Maschinen Scheren stecken wunderbar in in in Oberschenkeln Fingernägel lassen sich mit einer Lederschärfmaschine feinsäuberlich bis zu den Wurzeln entfernen Messerklingen verursachen saubere Schnitte im menschlichen Gewebe und die die Haare die die ich ich damals noch länger und offen trug stinken grausam beim Kontakt mit offenen Hitzequellen ich ich könnte von zahlreichen weiteren
Erfahrungen berichten «Ein Innendekorateur braucht keinen Alkohol um ausgelassen zu sein Lösemittel Klebstoff sowie die intensive Arbeit über eine eine längere Zeit in in in einem geschlossenen Raum reichen für einen ungehaltenen Lachanfall bei bei der Arbeit »

